Online-Reputation ist für Unternehmen im Jahr 2026 längst nicht mehr nur auf Google Maps beschränkt. Während Ärzte in Berlin, München und Hamburg vor allem ihr Profil auf Jameda im Blick haben müssen, kämpfen Mittelständler und Konzerne auf Kununu um ihre Arbeitgebermarke. Doch wo liegen die genauen Unterschiede beim Löschen von unberechtigten Bewertungen zwischen diesen drei Plattformen?
In diesem umfassenden Portalvergleich 2026 zeigen wir, wie sich das Vorgehen bei Google Maps, Jameda und Kununu juristisch unterscheidet, welche Beweispflichten gelten und warum das Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs Ihr wichtigstes Schutzschild ist.
1. Die 3 großen Bewertungsportale im direkten Vergleich
Jedes Bewertungsportal hat eigene Prüfmechanismen und Richtlinien. Die folgende Übersicht zeigt, wie die Plattformen auf Notice-and-Take-Down Anträge reagieren:
| Portal | Zielgruppe & Fokus | Prüfschwerpunkt im Verfahren | Besonderheit bei Löschanträgen |
|---|---|---|---|
| Google Maps | Alle Branchen, Gastronomie, lokale KMU | Kundenbeziehung (BGH Az. VI ZR 34/15) | Sehr schnell (über GMapMaster Einreichung in 0 bis 48 Stunden) |
| Jameda | Ärzte, Zahnärzte, Kliniken | Behandlungsverhältnis & DSGVO | Arzt darf wegen Schweigepflicht (§ 203 StGB) nicht öffentlich kontern |
| Kununu | Arbeitgeber, Recruiting, HR | Tatsächliches Arbeitsverhältnis / Bewerbung | Anonymitätsgarantie vs. Nachweis der Beschäftigung per Tätigkeitsnachweis |
2. Google Maps: Der Primärfokus für lokale Umsatzgewinne
Google Maps ist mit über 90 % Marktanteil das entscheidende Portal für den ersten Kundeneindruck in Deutschland. Wenn hier eine unberechtigte 1-Sterne-Bewertung aufschlägt, verlieren Betriebe sofort Neukunden.
Die Stärke bei Google Maps: Über das von GMapMaster spezialisierte Notice-and-Take-Down Verfahren kann der Kundenkontakt rechtssicher bestritten werden. Kann der Verfasser keine Quittung oder Rechnung vorlegen, löscht Google die Bewertung dauerhaft. Kosten: 0 € Vorauszahlung, exakt 39 € nur bei Erfolg.
3. Jameda: Medizinrecht und ärztliche Schweigepflicht
Für eine Zahnarztpraxis oder einen Facharzt ist Jameda hochrelevant. Hier greift eine juristische Besonderheit: Wenn ein Patient auf Jameda unwahre Behauptungen über eine Behandlung aufstellt, ist der Arzt durch die ärztliche Schweigepflicht (§ 203 StGB) gehemmt. Er darf öffentlich keine Behandlungsdetails zur Verteidigung nennen!
Das Bundesverfassungsgericht und der BGH haben deshalb entschieden: Jameda muss Prüfanträge besonders streng und gewissenhaft bearbeiten. Bestreitet der Arzt den Behandlungskontakt, muss Jameda vom Verfasser rezept- oder terminliche Nachweise verlangen und diese anonymisiert prüfen.
4. Kununu: Arbeitgeberbewertungen von Ex-Mitarbeitern
Auf Kununu rächen sich häufig gekündigte Mitarbeiter oder abgelehnte Bewerber mit anonymen 1-Sterne-Schmähkritiken. Auch hier gilt nach BGH-Recht (BGH Az. VI ZR 34/15 und Az. VI ZR 33/21): Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, hinzunehmen, dass Nicht-Mitarbeiter das Unternehmensklima verleumden.
Wird der Arbeitskontakt bestritten, fordert Kununu den Bewerter auf, einen Nachweis (z. B. geschwärzter Arbeitsvertrag oder Gehaltsabrechnung) vorzulegen. Bleibt der Beweis aus, wird die Bewertung von der Plattform gelöscht.
5. Fazit: Eine rechtliche Strategie für alle Portale
Egal ob Google Maps, Jameda oder Kununu – das Grundgesetz und die BGH-Rechtsprechung schützen Sie vor anonymen Verleumdungen und unlauterem Konkurrenz-Spam. Für lokale Unternehmen und Arztpraxen bleibt Google Maps die wichtigste Anlaufstelle.
Lesen Sie auch unsere weiterführenden Analysen zu den Themen Ist das Löschen von Bewertungen legal? sowie Wortlose 1-Sterne-Bewertungen entfernen lassen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Portalvergleich
Ja. Die höchstrichterliche Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gilt für alle Bewertungsportale in Deutschland. Sobald der bewertete Arzt auf Jameda oder der Arbeitgeber auf Kununu den tatsächlichen Kontakt (Behandlung oder Arbeitsverhältnis) bestreitet, muss das jeweilige Portal den Nachweis vom Bewerter anfordern.
Bei Jameda greifen die ärztliche Schweigepflicht (§ 203 StGB) und das Medizinrecht besonders streng: Wenn eine Bewertung Diagnosen oder Details nennt, die die Praxis ohne Bruch der Schweigepflicht nicht öffentlich kommentieren darf, muss Jameda besonders schnell und sorgfältig im Notice-and-Take-Down Verfahren prüfen.
Über GMapMaster erfolgt die Antragsprüfung und juristische Einreichung für Google Maps innerhalb von 0 bis 48 Stunden. Auch bei spezialisierten Portalen wie Jameda und Kununu beträgt die gesetzliche Stellungnahmefrist für den Bewerter nach Aufforderung durch das Portal in der Regel 7 bis 14 Tage.
Für Google Maps berechnen wir unseren transparenten Festpreis von exakt 39 € pro nachweislich gelöschter Bewertung bei 0 € Vorauszahlung. Bleibt eine Rezension bestehen, ist der Service zu 100 % kostenlos.
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